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Photoshop CC – Neue Features im Überblick

Photoshop CC Icon / Logo

Adobe hat das gesamte Produktsortiment auf die Creative Cloud (CC) umgestellt. Neben der Tatsache, dass Photoshop CC & Co. dann nur noch im Rahmen eines Abonnements nutzbar sind (was Agenturen und Verlage auf die Barrikaden treibt), werden mit der neuen Version natürlich auch neue Funktionen eingeführt.
Ich möchte in diesem Beitrag die Features von Photoshop CC vorstellen. Da mich der Einsatz von Photoshop im Bereich Web- und Interface-Design besonders interessiert, nenne ich Webdesign-Funktionen zuerst. Fireworks wird übrigens eingestellt.

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Photoshop CC und Edge Reflow CC arbeiten eng zusammen

Edge Reflow, das Produkt zum gestalten von flexiblen und reaktionsfähigen Designs (Responsive Design) wird in Zukunft eng mit Photoshop CC zusammenarbeiten. In Photoshop gestaltete Entwürfen können direkt nach Edge Reflow exportiert werden, was den Kreativprozess im Responsive Design deutlich beschleunigen und verbessern könnte. Im ersten Release von Photoshop CC wird diese Funktion jedoch noch nicht vorhanden sein, sie soll in Kürze Ende 2013 nachgereicht werden (Quelle).

Einen ausführlichen Artikel zu Edge Reflow findet ihr hier.

Splash-Screen von Photoshop CC
Splash-Screen von Photoshop CC

Ecken-Radius von Vektor-Objekten nachträglich editieren

In Photoshop CC kann der Ecken-Radius von Vektor-Objekten endlich jederzeit angepasst werden. Insbesondere für Web- & Interface-Designer ist das sehr praktisch. Bisher musste eine Form nämlich komplett neu erstellt werden, wenn der Radius verändert werden sollte. Es ist auch möglich, den Radius der Ecken unterschiedlich abzurunden und den passenden CSS-Code zu exportieren.

Abgerundete Ecken in Photoshop CC nachträglich bearbeiten – Bildquelle: <a href="http://blogs.adobe.com/photoshopdotcom/2013/05/photoshop-cc-for-creative-cloud-members-coming-soon.html" target="_blank">Adobe</a>
Abgerundete Ecken in Photoshop CC nachträglich bearbeiten – Bildquelle: Adobe

Intelligentes Hochrechnen (Upsampling)

Bilder können in Photoshop CC (angeblich) ohne Qualitätsverlust massiv vergrößert werden. Insbesondere das Entstehen von Bildrauschen soll nicht länger auftreten. Für die nachträgliche Retina-Optimierung von Grafiken könnte diese Funktion äußerst hilfreich sein.

Mehrfach-Auswahl von Pfaden und Vektoren

In Photoshop CC können mehrere Vektoren, Formen und Pfade gleichzeitig ausgewählt werden. Auch eine Auswahl über verschiedenen Ebenen hinweg ist möglich. Das dürfte die Arbeit mit Vektoren in Zukunft deutlich vereinfachen.

Ebenen isolieren (isolate Layers)

Wenn man an einem komplexen Photoshop-Dokument mit vielen Ebenen arbeitet, kann die Übersicht schnell verloren gehen. In Photoshop CC steht daher eine neue Funktion namens „Ebenen isolieren“ zur Verfügung.
Zunächst werden alle Ebenen ausgewählt, die man im Augenblick sehen möchte. Anschließend aktiviert man die neue Funktion und Photoshop blendet alle anderen Ebenen im Ebenen-Bedienfeld aus. Sehr praktisch.

Voreinstellungen für Schriften

In Photoshop CC können individuelle Einstellungen für Schriften gespeichert und anschließend per Klick angewendet werden. Auch eine globale Voreinstellung über alle Photoshop-Dokumente hinweg soll möglich sein.

Neuer „Bildgröße“-Dialog

Der Dialog „Bildgröße“ wurde überarbeitet und zeigt eine Echtzeit-Vorschau auf der linken Seite an. Dadurch erhält man einen guten Eindruck wie sich die Bildqualität nach Anpassung der Bildgröße verändert.

Neuer „Bildgröße“-Dialog in Photoshop CC
Neuer „Bildgröße“-Dialog in Photoshop CC

System-Schriftglättung

Bisher hatten Webdesigner immer das Problem, dass Schriften in Photoshop anders aussahen als später im Browser. Das ist nun vorbei, Photoshop CC führt „System Anti-Aliasing“ ein. Hiermit wird die Schrift so geglättet wie vom verwenden Betriebssystem gewohnt. Die Funktion kann in der Optionsleiste als Glättungsmethode ausgewählt werden.

Farbfelder aus HTML, CSS & SVG-Dateien

Farbfelder können in Photoshop CC auch auf Basis von HTML, CSS und SVG-Dateien erstellt werden. Eine neue Import-Funktion macht es möglich.

Synchronisierte Voreinstellungen

Im Rahmen der Creative Cloud werden zukünftige Photoshop-Funktionen automatisch eingespielt sobald sie von Adobe fertiggestellt worden sind. Wenn ihr Photoshop auf verschiedenen Rechnern installiert habt, verfügen also auch diese Installationen ab CC über die gleiche Versionsnummer. Die Voreinstellungen für Installationen auf verschiedenen Computern können daher nun synchronisiert werden.

Die Voreinstellungen können nun über die Creative Cloud synchronisiert werden
Die Voreinstellungen können nun über die Creative Cloud synchronisiert werden

Share on Behance

Behance als führende Kreativ-Plattform ist jetzt stark mit Photoshop CC verbunden. Dateien können direkt aus dem Programm in die Plattform geladen und so der Community vorgestellt werden. Insbesondere für Echtzeit-Rückmeldungen während des Designprozesses kann diese Verbindung sinnvoll sein.

Smart Schärfen-Werkzeug (Smart Sharpen)

Das Smart-Schärfen Werkzeug von Photoshop CC verwendet neue Algorithmen und ermöglicht so ein verbessertes Schärfen, ohne die hässlichen Nebeneffekte wie Bildrauschen oder Halo (leuchtende Kanten) zu erzeugen.

Camera Shake Reduction Tool

Das Camera Shake Reduction Tool entfernt Verwackelungseffekte in Fotos. Nach ersten Tests einiger Kollegen scheint das Tool zu funktionieren, allerdings wirklich gut nur bei sehr geringen Verwackelungen.

Verwackelungseffekte können in Photoshop CC mit einem neuen Filter entfernt werden – Bildquelle: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=03k8XqALcNg" target="_blank">Adobe</a>
Verwackelungseffekte können in Photoshop CC mit einem neuen Filter entfernt werden – Bildquelle: Adobe

Camera RAW 8

Camera RAW 8 integriert neue, non-destruktive Werkzeuge. Neben einem Korrekturpinsel mit echter Pinselspitze (bisher gab es nur einen runden Punkt) sind das der Radial-Verlaufsfilter (Radial Filter) für Vignetten-Effekte und das Aufrichten-Werkzeug (Automatic Upright) zur Perspektiv-Korrektur.

Camera RAW-Korrekturen als Smartfilter

Die Korrektur-Funktionen von Camera RAW stehen jetzt auch in Photoshop zur Verfügung. Dank einer Smartfilter-ähnlichen Anwendung können die Korrekturen ein- und ausgeschaltet und nachträglich editiert werden.

Camera Raw-Funktionen stehen in Photoshop CC als Filter zur Verfügung – Bildquelle: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=03k8XqALcNg" target="_blank">Adobe</a>
Camera Raw-Funktionen stehen in Photoshop CC als Filter zur Verfügung – Bildquelle: Adobe

Photoshop und Photoshop Extended verschmelzen zu einer Version, Creative Cloud Funktionen sind integriert

Bisher existierten mit Photoshop und Photoshop Extended zwei separate Programmversionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Das ist mit Photoshop CC vorbei, es existiert nur noch eine Variante. Für Nutzer der bisher abgespeckten Version stehen somit jetzt die 3D-Werkzeuge und die Bildanalyse-Werkzeuge zur Verfügung.
Wer bisher Photoshop CS6 als Standalone-Lösung genutzt hat (also nicht in der Creative Cloud) kommt ab sofort in den Genuss der Cloud exklusiven Updates. Dazu gehören unter anderem die Weichzeichnungsfilter als Smart-Filter.

Links / Quellen

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13 Kommentare

  1. René Maas

    Verfasst am 13. Mai 2013 um 9:12 Uhr.

    Na da bin ich mal gespannt wie gut die neuen Funktionen wirklich sind.
    Schade finde ich es, dass Adobe Fireworks eingestellt wurde.

    Hoffentlich muss man die Programme nicht mehr, wie es bisher der Fall ist, als 32 bit und 64 bit Versionen installieren. Auf einer SSD zählt jedes GB.

    • Jonas Hellwig

      Verfasst am 13. Mai 2013 um 9:17 Uhr.

      Das mit Fireworks stört mich nicht, auch wenn ich natürlich verstehe, dass hier ein paar Webdesigner innerlich zerbrechen. Ich finde es von Adobe eher konsequent. Das was man in Fireworks erledigt, macht man doch heute eh direkt im Browser. Und der Rest ist dann besser in Photoshop oder Illustrator aufgehoben.

      • René Maas

        Verfasst am 13. Mai 2013 um 9:20 Uhr.

        Das Problem ist doch eigentlich recht simple erklärt. So lange Adobe die nötigen Layoutwerkzeuge für Texte und Vektoren nicht vollständig in PS integriert, ist und bleibt Fireworks meiner Meinung nach das beste Tool für Interfaces. Immerhin: Der erste Schritt ist gemacht!

  2. Maren Lange

    Verfasst am 13. Mai 2013 um 9:37 Uhr.

    Ich finde vor allem die Geschichte mit dem Abo nicht so glücklich. Bis jetzt besitzt man eine CS-Version und wenn man nicht upgraden will, so kann man doch uneingeschränkt mit der mehr oder weniger alten Version weiterarbeiten.
    Habe jetzt noch nicht genau geschaut, wie Adobe verfahren will, wenn jemand nicht weiter am Abo teilnehmen will/kann. An dieser Stelle sehe ich das entscheidende Problem. Kann ich meine Dateien dann überhaupt noch betrachten oder mit dem bis dahin bezahlten Versionstand auch bearbeiten?

    Maren

  3. Nero

    Verfasst am 13. Mai 2013 um 13:04 Uhr.

    Ich hab erst vor gut einem Monat über Fireworks geflucht und nun wird es eingestellt. Schade für diejenigen, die sich mit FW anfreunden konnten, ich konnte es jedenfalls auch nachdem ich einige Prototypen damit erstellen musste nicht ;)

  4. Nero

    Verfasst am 13. Mai 2013 um 13:06 Uhr.

    Freue mich übrigens wahnsinnig, was die neuen Funktionen angeht. Als Webdesigner war mit mit „scharf“ als Schrift-Anti-aliasing zwar immer gut beraten, aber das neue system antialiasing klingt sogar noch ein wenig interessanter. Das Killerfeature was mir schon IMMER beim designen gefehlt hat, war das nachträgliche justieren der Kantenradien.

  5. hans

    Verfasst am 15. Mai 2013 um 10:54 Uhr.

    „Das was man in Fireworks erledigt, macht man doch heute eh direkt im Browser. Und der Rest ist dann besser in Photoshop oder Illustrator aufgehoben.“

    ich kann irgendwie nicht recht glauben das du dich wirklich ernsthaft mit fireworks beschäftigt hast … das ist wie wenn man sagt „was soll ich mit indesign das geht auch mit photoshop“. meine meinung.

  6. JF

    Verfasst am 31. Mai 2013 um 11:37 Uhr.

    Ich bezweifele nicht, das mit dem neuen PS CC einige sinnvolle und lang vermisste Features eingebaut werden. So zum Beispiel das anpassen des Eckenradius von Vektorobjekten. Eigentlich ohnehin eine Tragödie, dass das erst jetzt kommt.

    Einen echten Skandal finde ich allerdings, das man in Zukunft gezwungen wird auf eine Abo-Lösung zurückzugreifen, wenn man CC Produkte benutzen möchte. Ich hatte in den letzten Jahren einige Hoffnungen gehabt, dass sich die Produktpolitik von Adobe zum Besseren wendet und – nicht falsch verstehen – die Sache mit den Abos ist ja prinzipiell eine nette Option, die bestimmt auch von dem einen oder anderen wahrgenommen wird. Das es allerdings zur Pflicht wird, halte ich für einen Schritt in die vollkommen falsche Richtung und ich kann mir vorstellen, dass Adobe damit einige Kunden verliert.

  7. Bogdan Gewald

    Verfasst am 17. Juni 2013 um 22:00 Uhr.

    heute sollte das Photoshop CC kommen. ich warte ungeduldig das update aber kommt nicht. weiss jemand wann kommt die neue version .ich bin schon creative Cloud kunde. aber ich habe noch die version Photoshop 13.1.2 extended

  8. mimii

    Verfasst am 12. November 2013 um 11:35 Uhr.

    Hallo,
    ich war mit Fireworks immer sehr gut bedient. Vor allem wenn es um Design-Vorschläge für Kunden ging, die man ausgedruckt vorlegen konnte. Das Anlegen und Gestalten von mehreren Seiten auf Basis einer Masterseite fand ich durchaus angenehm. Wie geht das nun in Photoshop? Eine Ebene für eine Seite? Elemente auf eine Ebene? Das wird ja richtig viel und unübersichtlich. Ist hierfür der Isolationsmodus vorgesehen? Ich tu mir in Photoshop ein bisschen schwer damit, zumal ich PS bis dato nur zum Gestelten von einzelnen Elementen genutzt habe.

    Gibt’s vielleicht irgendwo n Tutorial oder ne Einführung wie man mit Photoshop designt?

    THX und Gruß
    mimii

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