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Lokale Bildkompression für Windows und Mac

Ich habe euch in den vergangenen Monaten diverse Online-Tools zur Kompression von Grafiken vorgestellt, und die Dienste in einem Artikel sogar miteinander verglichen. Heute stelle ich zwei Programme vor, die euch ebenfalls die Bildkompression abnehmen, aber lokal auf eurem Rechner installiert werden. Was die Vor- und Nachteile einer lokalen Anwendung sind, möchte ich in diesem Artikel kurz beschreiben.

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Bessere Bildkompression: Lokal vs. Online

Online-Tools sind nicht nur voll im Trend, sie sind auch extrem praktisch – zumindest solange man online ist. Wer (wie ich während der Arbeit an diesem Artikel) jedoch im Zug sitzt oder aus einem anderen Grund kein verlässliches Internet zur Verfügung hat, ist häufig dankbar über jede altmodische lokal installierte Anwendung. Darüber hinaus bieten native Apps auch häufig einen zusätzlichen Komfort und passen sich perfekt ins Erscheinungsbild des Betriebssystems ein.
Insbesondere bei den Bild-Kompressions-Tools habe ich selbst mittlerweile zur Offline-Variante gewechselt. So spare ich mir nicht nur die Upload-Zeit der Bilddateien, ich muss auch nach der Kompression nichts mehr herunterladen. Alles läuft lokal – superschnell und eben ohne Internet.

Image Optim & PNG Gauntlet

Die zwei Tools, die ich euch in diesem Artikel vorstellen möchte, sind beide kostenlos erhältlich und arbeiten nahezu identisch. Image Optim ist die Mac-Variante, PNG Gauntlet die Windows-Version.
Im Gegensatz zu allen mir bekannten Online-Diensten, arbeiten beide Programme auf Grundlage verschiedener Optimierungs-Engines. Wenn ihr eine Bilddatei komprimiert, vergleicht das Programm zunächst intern die Ergebnisse (hinsichtlich der Dateigröße) und nutzt den besten Kompressor. Ihr erhaltet also immer eine perfekt optimierte Datei. Davon kann bei Online-Diensten keine Rede sein.

Wenn ihr einen Online-Kompressor nutzt, müsst ihr die optimierte Datei nach der Bearbeitung herunterladen und mit der Original-Datei austauschen. Häufig muss erst ein Zip-Archiv entpackt, oder gar Dateien umbenannt werden. Alles lästige Arbeitsschritte die man sich sparen kann.

Image Optim und PNG Gauntlet überschreiben die Quelldateien mit den optimierten Versionen. Ihr könnt auch ganze Verzeichnisse mit Unterordnern per Drag & Drop in die Anwendung ziehen – alle Strukturen bleiben bestehen, nur die Dateien sind optimiert. Darüber hinaus arbeiten die Programme sehr gut im Hintergrund und haben keine Begrenzungen hinsichtlich Dateiformat, Anzahl der hinzugefügten Dateien oder Dateigröße.

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12 Kommentare

  1. Oliver

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 14:04 Uhr.

    Die kleinsten Ergebnisse kriegt man mit ScriptPNG
    http://www.css-ig.net/scriptpng.html

  2. Marcos

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 14:37 Uhr.

    Belib die frage …ist so schlecht die funktion von Photoshop? , Nutzt man die Programme , generel mit die „standard Einstellungen“ oder muss man „Spielen“? , Danke für die Info!

  3. Oliver

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 15:02 Uhr.

    @Marcos:
    Die Photoshopfrage kann ich beantworten: Ja, sie ist so schlecht, u. a. weil es bis heute nicht möglich ist, vernünftige 8-Bit PNGs mit Alpha Transparenzen zu erstellen. Auch bei der Komprimierung liegt da noch einiges im Argen. Und der Speichertyp wird nicht automatisch gut gewählt. Bei den Jpeg ist es besser, aber optimal ist auch was anderes (Stichwort: Huffman Tables). :-)

    Bei ScriptPNG ist es so, dass es davon abhängt, wie stark man die PNGs verkleinern will. Es gibt da ja nicht so viele Optionen. Bei den o. g. gibt es soweit ich weiß gar keine Optionen – die Ergebnisse sind ok, aber nicht optimal. Für JPEGs gibt es übrigens noch JPGCrush. Das kennt kein Mensch, weil es keine HP und keine Infos drüber gibt, aber es funktioniert richtig gut – allerdings nur für Linux. http://u88.n24.queensu.ca/exiftool/forum/index.php?topic=3610.0

    Die beiden Programme holen noch mal einiges raus im Vergleich zu image optim. Je nach Ausgangsmaterial ca. 3 bis 10%. Wer bei den PNGs noch mal einen drauf setzen will, sollte sich mal pngquant ansehen (auch nur für Linux und Mac). Dieses Programm ist richtig mächtig und optimiert die Grafik auf bis zu 256 Farben runter. Mit etwas Erfahrung kann man damit pngs problemlos bis auf 25 % der Ausgangsgröße runter optimieren. Wenn Icons dann nicht mehr 80kb, sondern nur noch 20kb groß sind, dann merkt man das schon.

  4. Oliver

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 15:05 Uhr.

    Oh Link vergessen -> http://pngquant.org/

  5. Marcos

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 16:47 Uhr.

    Danke Oliver ! (ich werde etwas über Huffman Tables suchen! ;) )

  6. Flowsen

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 17:09 Uhr.

    Ich bin, was Onlinetools betrifft gerade für solche Sachen doch ein lokaler Software Freund. Daher freue ich mich über diesen Beitrag ganz besonders, da ich das mit den Online-Möglichekeiten schon gut fand, aber was lokals wäre mir lieber gewesen.
    i say thank you! ;)

  7. Vincent

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 20:15 Uhr.

    ImageOptim ist klasse, habe mir allerdings für Mac „PNGCompressor“ zugelegt, kostet halt 3€, dafür schickes Interface und mehr Einstellungen :D

  8. Udo Kempen

    Verfasst am 27. Februar 2012 um 21:49 Uhr.

    Gute Tipps :). Wer die Kommandozeile mag schaut evtl auch mal hier: ImageMagick http://www.imagemagick.org/script/index.php ist OpenSource und für Linux, Mac, IOS und Win verfügbar. Frontends gibt es auch eine Menge und ImageMagick kann ausser Compress noch eine Menge mehr (Resize, Logos einbinden etc). Insbesondere mit der Linux Variante in Kombination mit eigenem Web Server ist aus meiner Sicht sehr interessant. Wie die Compression sich schlägt mit den hier genannten Programmen weiss ich allerdings nicht.

  9. Kerim

    Verfasst am 18. März 2012 um 20:49 Uhr.

    Vielen Dank für den Artikel und die ergänzenden Kommentare. Werde wohl auch einmal noch etwas über den Tellerrand schauen.

    Ich persönlich nutze noch Trimage, aber unter Ubuntu.
    http://trimage.org/

    Liefert ganz zufriedenstellende Ergebnisse, je nach PNG-Grafik bis zu 60% aus Photoshop.

  10. Sebastian

    Verfasst am 27. April 2012 um 14:08 Uhr.

    Die Frage die sich mir erst einmal stellt ist: Für was brauche ich diese Tools?

    Wenn ich Fotos zu meinem Blog bzw zu meinem Fotoalbum lade, dann passiert das über eine Schnittstelle in Aperture (exportieren -> XYZ) und online ist es.

    Wenn ich also die Foto komprimieren will, muss ich alles in einen Ordner auf der Platte exportieren. Durch das Tool jagen und manuell online stellen bzw wieder in Aperture rein. Zu umständlich.

    Daher bleibt die Frage wofür? Denn die Qualität der JPEGs stelle ich in Aperture ja auch bereits ein. Und „nur“, dass es 3-10% besser ist? Würde bei einem Foto (online) zb 730 KB (2000x1333px) ein Ergebnis von 709-657 KB bringen.
    Mhm überzeugt hat mich das nicht.

  11. Mathias

    Verfasst am 16. Juli 2012 um 18:43 Uhr.

    ImageOptim ist für mich unverzichtbar bei den Formaten PNG und GIF. Mit JPEG’s habe ich hingegen nicht die überzeugendsten Erfahrungen gemacht. Dafür lieferte mir bis anhin das Online-Tool http://www.jpegmini.com die besten Resultate. Nervig nur immer der Up- und Download.
    Aber auch hier gibt es seit kurzem eine tolle Desktop-App. Und das sowohl als Freeware (JPEGmini Lite, bis 20 Bilder am Tag) oder in der kostenpflichtigen Variante (JPEGmini, unbeschränkte Bilder, USD 20).
    http://www.jpegmini.com/mac/

  12. Tempo

    Verfasst am 21. Februar 2014 um 14:12 Uhr.

    Warum bietet sowas nicht auch Photoshop automatisch mit an?
    Wenn man „für Web speichern“ klickt, sollte das doch logisch sein,
    daß man ensprechend komprimierte Bilder fürs Web haben will…
    Ist das nicht doppelt-gemoppelt?

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