WebP-Grafiken mit Photoshop-Plugin erstellen

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"Let's make the web faster". Unter diesem Leitspruch entwickelt Google unzählige Tools, Programme und Techniken um sowohl für Entwickler als auch für Anwender die Arbeit mit dem Internet so angenehm wie möglich zu gestalten. Angefangen beim hauseigenen Browser Chrome, über die Relevanz der Website-Ladezeiten für die Suchmaschinen-Platzierung, bis hin zu Webfont-Bibliotheken: die Performance einer Website wird immer wichtiger. Vor einiger Zeit wurden die Entwickler von Google beauftragt, eine neue Dateikompression für Grafiken zu erarbeiten. Die neue Bilddatei sollte mindestens der Qualität von JPG entsprechen, jedoch deutlich kleinere Dateien erzeugen. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist das neue Grafikformat WebP (gesprochen "Weppy"). Doch leider kennt Photoshop das Format noch nicht.

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Vor- und Nachteile von WebP

Das WebP-Dateiformat erzeugt bei JPG-ähnlicher Qualität knapp 40% kleinere Dateien. Das ist natürlich einiges und könnte so manche Website deutlich beschleunigen bzw. den Server entlasten. Google demonstriert und vergleicht das neue Dateiformat in einer kleinen Galerie.

Der größte Nachteil an WebP ist der spärliche Browser-Support. Aktuell unterstützen nur Google Chrome und Opera das Dateiformat. Um WebP effektiv in Websites einsetzen zu können, müssten jedoch alle großen Browserhersteller das Dateiformat unterstützen. Auch Photoshop unterstützt in der neusten Version nach wie vor kein WebP. Das ist mir persönlich unerklärlich, da vor kurzem erst Updates erschienen sind. Glücklicherweise kann die Funktion per Plugin nachinstalliert werden.

WebP für Photoshop nachrüsten

Zunächst müsst ihr das Download-Paket von telegraphics.com.au/sw/product/WebPFormat herunterladen. Das Plugin steht für die Photoshop-Versionen CS2, CS3, CS4 und CS5 zur Verfügung.

Öffnet die Photoshop-Installation auf eurer Festplatte und sucht dort den Ordner "Plug-ins". Innerhalb dieses Ordners erstellt ihr einen neuen Ordner namens "WebP" und kopiert die Plugin-Datei WebPFormat.plugin in diesen Ordner. Anschließend startet ihr Photoshop einmal neu.

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WebP in Photoshop nutzen

Innerhalb von Photoshop steht euch nun unter "Speichern" WebP als zusätzliches Dateiformat zur Verfügung. Das Dateiformat wurde jedoch nicht in den "Für Web und Geräte speichern"-Dialog integriert.

webp-photoshop-dialog

Wenn ihr WebP als Dateiformat ausgewählt habt, so habt ihr im darauffolgenden Dialog die Möglichkeit einige Qualitäts-Einstellungen vorzunehmen. Ähnlich wie bei JPG könnt ihr hier die Qualität in Prozent festlegen. Darüber hinaus lässt sich eine Rauschreduzierung und Bildschärfung einstellen.

webp-photoshop-einstellungen